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Melanie Tinney-Piehl

Kantstraße 14

 29348 Eschede

E-Mail: melanie.tinney@freenet.de

Tel.: (0 51 42) 46 67

 

Gedichte und anderes

 

Nicht behindert zu sein ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk Gottes, dass uns täglich genommen werden kann.

Wer kämpft, kann verlieren.

Wer es gar nicht erst versucht, hat schon verloren.  

Ein behindertes Kind

Sie sehen nur eine Frau mit einem behinderten Kind,
doch sehen sie auch, wie glücklich wir sind?

In ihren Köpfen, man kann es gut sehen,
können sie unser Glück wohl niemals verstehen.

Vielleicht denken Sie auch: Das arme Kind,
es sollte nicht so leben, denn es ist nicht so, wie andere es sind.
Oder sie denken wohl auch, die arme Frau,
ihr Leben ist schrecklich, das weiß ich genau.

Doch ihr dürft nicht entscheiden, was schön ist, was schlecht,
dazu fehlt euch das Wissen, dazu habt ihr kein Recht.
Woher wollt ihr wissen, wie glücklich wir sind
und das vielleicht gerade wegen diesem ganz einzigartigen Kind!

Ihr seht nur die Tränen, den Schmerz und das Leiden,
ihr habt Recht, diese Gefühle lassen sich nicht immer vermeiden.
Doch seht auch die Liebe, die Hoffnung und das Glück,
versucht zu Verstehen, nur ein ganz kleines Stück.

Seht wie das Kind auf seine Weise lacht.
Seht wie das Leben ihm soviel Freude macht.
Seht seine Zufriedenheit, seinen Bewegungsdrang, seine Lust zum Leben,
dann werdet ihr erkennen, ihr braucht ihm kein Mitleid zu geben.


Schaut euch auch die Mutter genauer an,
wie sie es hält, herzt, liebt und auch noch lachen kann.
Sie ist Mutter und stolz auf ihr Kind,
eben so stolz, wie andere Mütter es auf ihre Kinder sind.

Das Kind ist mein Kind, mein Sonnenschein,
ohne es würde mein Leben nur noch sinnlos sein.
Sein Leben ist nicht einfach, doch schlechter ist es deshalb nicht.
Aus diesem Kind strahlt Lebenslicht.

Ihr Anderen seid ganz anders als wir es sind,
aber ihr redet, singt und spielt auch nicht viel anders mit eurem Kind,
ihr liebt es, seid stolz und für euch ist es das schönste Geschenk,
warum meint ihr, dass ich anders über mein Kind denk?

 

Du bist anders als die anderen...
                 doch niemand versteht dich so wie ich...

du lachst anders als die anderen...
                 doch niemand hört es so gern wie ich...

du kannst nicht sprechen wie die anderen...
                 doch niemand versteht dich so wie ich... 

du kannst nicht laufen wie die anderen...
                 doch niemand trägt dich so gern wie ich.

Tausend Dinge könnt ich hier schreiben...
                 doch eines nur ist wichtig für mich:
                 Du bist ein Teil von mir! Mein ich! 

Viele bedauern dich, mein Kind...
                 doch nur, weil sie so unwissend sind...

du bist anders als die anderen...
                 Du bist ein ganz besonderes Kind !!!

 

Weißt du wie es ist, wenn du anders bist?
Wenn etwas fehlt, etwas stört, nicht der Norm entspricht!

Weißt du wie es ist, wenn du anders bist?
Wenn andere schau ´n, sich nicht trau ´n, dich zu berühren.

Genieß dein Glück so zu sein wie die Andern sind,
hast du ´s erkannt, nimm meine Hand
und sei mir nah.

Das Kind fragte die Mutter: "Magst du mich?"
Sie sagte NEIN.
Es wollte wissen: "Findest du mich hübsch?"
Die Mutter sagte NEIN.
Dann fragte das Kind: "Bin ich in Deinem Herz?"
Die Mutter sagte NEIN.
Als letztes fragte das Kind: "Würdest Du für mich weinen,
wenn ich für immer von dir ginge?"
Die Mutter antwortete NEIN.
 

Das Kind ging traurig davon,
aber die Mutter packte es am Arm und sagte:
"Ich mag Dich nicht, ICH LIEBE DICH!
Ich finde Dich nicht hübsch, ICH FINDE DICH WUNDERSCHÖN!
Du bist nicht in meinem Herzen, DU BIST MEIN HERZ!
Ich würde nicht für Dich weinen, ICH WÜRDE FÜR DICH STERBEN!"

Für die Mutter eines behinderten Kindes

 

 

Die meisten Frauen werden zufällig schwanger, andere absichtlich und wieder andere aufgrund irgendwelcher Zwänge und einige wenige aus Gewohnheit.

 

Dieses Jahr werden fast einhunderttausend Frauen Mutter eines behinderten Kindes. Haben Sie sich schon jemals gefragt, wie diese Mütter behinderter Kinder ausgewählt werden?

 

Irgendwie stelle ich mir vor, wie Gott auf die Erde hinunterschaut und seine Fortpflanzungsvehikel mit großer Sorgfalt und viel Bedacht auswählt. Während er beobachtet, gibt er seinem Engel Anweisungen, die der in ein riesiges Buch einträgt: “Armstrong, Beth: Sohn, Schutzpatron Matthew. Forest, Marjorie: Tochter, Schutzpatronin Cecilia. Rudledge, Carrie: Zwillinge, Schutzengel...wie wär’s mit Gerard? Er ist Schimpfen und Fluchen gewöhnt.”

 

Irgendwann nennt er dem Engel einen Namen und lächelt. “Gib ihr ein behindertes Kind.” Der Engel ist neugierig. “Warum gerade dieser? Sie ist so glücklich.” “Ebendarum”, antwortet Gott. ”Wie könnte ich einer Mutter, die nicht lachen kann, ein behindertes Kind geben? Das wäre grausam.” “Aber hat sie Geduld?” fragt der Engel. “Sie soll gar nicht zu viel Geduld haben, denn sie würde nur in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung ertrinken. Wenn der Schock und die Empörung erst einmal abgeklungen sind, wird sie Ihr Schicksal gut meistern.” “Aber Gott, ich glaube nicht, dass sie überhaupt an dich glaubt.” “Gott lächelte. “Das spielt keine Rolle. Ich mach‘ das schon. Diese Frau ist ideal. Sie ist gerade ausreichend egoistisch.”

 

Dem Engel blieb vor Verblüffung der Mund offen stehen. “Ist denn Egoismus erstrebenswert?” Gott nickte. “Wenn sie nicht fähig ist, sich hin und wieder von dem Kind zu lösen, kann sie nicht überleben. Ja, hier ist eine Frau, die ich mit einem behinderten Kind segnen werde. Sie kann es zwar noch nicht wissen, aber sie ist zu beneiden. Nie wieder wird sie ein gesprochenes Wort für selbstverständlich erachten. Nie wieder einen Schritt als gewöhnlich. Wenn ihr Kind zum ersten Mal “Mama” sagt, wird sie einem Wunder beiwohnen und dies auch wissen! Sie wird meine Schöpfung sehen, wie sie nur wenige sehen. Ich werde zulassen, dass sie Dinge sieht, die ich sehe – Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile -, und dafür sorgen, dass sie über ihnen steht. Sie wird nie allein sein. Ich werde in jeder Minute ihres Lebens bei ihr sein, denn sie verrichtet mein Werk, gerade so, als säße sie an meiner Seite.” “Und wer soll ihr Schutzengel sein?” fragt der Engel mit gezücktem Bleistift. Gott lächelt: “Ein Spiegel wird genügen.”

 

 

 

Wie ist es, ein behindertes Kind zu haben?

 

Willkommen in Holland

 

von Emily Pearl Kingsley

 

Ich werde oft gebeten zu schildern, wie es ist, wenn man ein behindertes Kind großzieht. Ich versuche dann, den Menschen diese einzigartige Erfahrung deutlich zu machen.

 

Es ist etwa so… Wenn Sie bald ein Baby bekommen, ist das so, als planten Sie eine tolle Urlaubsreise - nach Italien. Sie kaufen einen Stapel Reiseführer und machen herrliche Pläne. Das Kolosseum. Der David des Michelangelo. Die Gondeln in Venedig. Vielleicht lernen Sie einige nützliche Standardfor-mulierungen auf italienisch. Das ist alles sehr aufregend.

 

Nach Monaten gespannter Erwartung ist der Tag schließlich da. Sie packen Ihre Taschen und es geht los. Mehrere Stunden später landet das Flugzeug. Die Stewardess kommt herein und sagt: “Willkommen in Holland.” “Holland”?, sagen Sie. “Was meinen Sie mit Holland? Ich habe für Italien gebucht! Ich müsste doch eigentlich in Italien sein. Mein ganzes Leben träum ich schon von einer Italienreise.”

 

Aber der Flugplan wurde geändert. Jetzt sind Sie in Holland gelandet und genau hier müssen Sie bleiben. Das Entscheidende ist, dass man Sie nicht zu einem schrecklichen, ekelhaften, dreckigen Ort voller Pestilenz, Hungersnot und Krankheit gebracht hat. Es ist einfach ein anderer Ort. Also müssen Sie los und neue Führer kaufen. Und Sie müssen eine ganz neue Sprache lernen. Und Sie werden einen ganz neuen Kreis von Personen kennen lernen, denen Sie sonst nie begegnet wären. Es ist einfach ein anderer Ort. Er ist weniger rasant als Italien, weniger knallig. Aber wenn Sie erst mal eine Zeit lang da sind und wieder zu Atem kommen, sehen Sie sich um… und Sie beginnen zu bemerken, dass Holland Windmühlen hat… und Tulpen… Holland hat sogar Rembrandts. Aber jeder den Sie kennen, ist damit beschäftigt aus Italien heimzureisen oder hinzureisen… und sie prahlen damit, wie wundervoll sie sich dort amüsierten. Und ihr restliches Leben lang werden Sie sagen: “ Ja, genau dorthin hätte ich eigentlich reisen sollen. Genau das hatte ich geplant.” Und der damit verbundene Schmerz wird nie und nimmermehr vergehen… weil der Verlust dieses Traums ein sehr, sehr bedeutsamer Verlust ist.

 

Aber wenn Sie ihr Leben damit verbringen, die Tatsache zu betrauern, dass Sie nicht nach Italien gekommen sind, werden Sie sich möglicherweise nie uneingeschränkt und unbefangen an den sehr besonderen, den sehr schönen Dingen erfreuen, die Holland zu bieten hat..

 

Ich bin das Kind, das nicht sprechen kann.

Ich belohne dich nicht mit dem, was sonst üblich ist - große Entwicklungsschritte, die du dir selbst zuschreiben kannst.

Ich schenke dir kein Verständnis, so wie du es kennst.
Was ich dir statt dessen gebe, ist sehr viel wertvoller..... Ich verschaffe dir Gelegenheiten:

Gelegenheiten, deinen Charakter auszuloten, nicht den meinen.

Gelegenheiten, die Qualität deines Lebens, dein Engagement, deine Geduld, deine Fähigkeiten zu entdecken.

die Gelegenheit, deinen Geist gründlicher zu erforschen, als du es je getan hättest. So dass du dich mehr bemühst und Antworten suchst auf deine vielen Fragen und Fragen stellst, auf die es keine Antworten gibt.
Ich bin das Kind, das geistig behindert ist.

Ich lerne nicht leicht, gemessen mit dem üblichen Maßstab.

Was ich kenne, ist die unendliche Freude über einfache Dinge.

Ich bin nicht so belastet wie du mit den Auseinandersetzungen und Konflikten eines komplizierten Lebens.

Mein Geschenk an dich ist die Einfachheit.
Ich bin das behinderte Kind.

Ich bin dein Lehrer.

Wenn du mir gestattest, lehre ich dich, was im Leben wirklich wichtig ist.  

Ich schenke dir und lehre dich bedingungslose Liebe  .

Ich beschenke dich mit meinem Vertrauen, meiner Abhängigkeit von dir.

Ich lehre dich Achtung für andere und ihre Einzigartigkeit.

Ich lehre dich, wie wertvoll das Leben ist, und ich lehre dich, Dinge nicht für selbstverständlich zu halten.

Ich lehre dich, deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche und Träume zu vergessen.

Ich lehre dich geben.

Und vor allem lehre ich dich Hoffnung und Glaube.

Ich bin das behinderte Kind.

 

 

 

 

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